Lebenslage:
Sterben & Tod, Organspende

Sterben & Tod

Brechen Sie ein Tabu und beschäftigen Sie sich mit dem Thema Sterben und Tod. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit Organspende und Transplantation.

Indem Sie sich selbst vorbereiten, entwickeln Sie auch das Verständnis, was mit Sterbenden geschieht. Ihr neu gewonnenes Wissen kann Hilfe sein für den Umgang mit sterbenden Menschen und für die Entscheidungsbildung bei der Erstellung einer eigenen Patientenverfügung.

Folgende Quellen können dabei unterstützen:

  • "Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bedauern" hat die ehemalige australische Palliativpflegerin Bronnie Ware als Essenz ihrer Erfahrung zusammengestellt.
    Und: Es ist nie zu spät!
  • Das sogenannte "Tibetische Totenbuch" mit dem Kapitel "Herzensrat zur Sterbebegleitung" trägt sehr viel zum Verständnis im Umgang mit Sterbenden bei. Korrekter und ausführlicher Buchtitel:
    "Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben: Ein Schlüssel zum tieferen Verständnis von Leben und Tod".
  • Buch "Über das Sterben: Was wir wissen. Was wir tun können. Wie wir uns darauf einstellen" von Gian Domenico Borasio, Verlag C.H.Beck
    Zitat vom Buchumschlag: "Seit vielen Jahren steht der Palliativmediziner Gian Domenico Borasio für eine Medizin am Lebensende, die das Leiden lebensbedrohlich Erkrankter lindern, ihre Lebensqualität und die ihrer Angehörigen verbessern will – statt künstlich den Sterbeprozess zu verlängern. In seinem Buch beschreibt er, was wir heute über das Sterben wissen und welche Mittel und Möglichkeiten wir haben, unsere Angst vor dem Tod zu verringern sowie uns auf das Lebensende vorzubereiten."
  • Im Kinofilm "Halt auf freier Strecke" (ab 11/2011) wird eindrücklich die Geschichte des Krebskranken Frank Lange und seiner Familie gezeigt. Die Palliativmedizinerin und Krebsärztin Dr. Petra Anwar begleitet auch in diesem Film den Betroffenen in seiner letzten Lebensphase – uns seine Familie auch.
    Details zum Film
    Gespräch mit Dr. Petra Anwar
  • Das Buch "Was wir Euch noch sagen wollten: Besetzungen durch Verstorbene und deren Erlösung" erklärt eindrücklich die Zusammenhänge und Einschränkungen, was mit der Seele nach dem Moment des Todes geschieht, wenn man sich zu Lebzeiten nicht mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Ihre Seele hat bessere Chancen sich weiterzuentwickeln, wenn Sie dieses Wissen und Verständnis vor Ihrem Tode haben. Dafür ist es notwendig, sich von der ein oder anderen religiös geprägten Vorstellung zu verabschieden.

Organspende / Organentnahme / Transplantation

Wer sich mit dieser Thematik beschäftigt, sollte sich ungeschönt und ohne moralischen Druck auch die Bedeutungen und Folgen klarmachen. Um eine gute Entscheidungsbasis zu gewinnen, sollte man sich auch kritischen Stimmen zur Transplantationsmedizin öffnen.

Bilden Sie sich ihre eigene Meinung und Einstellung zu diesem Thema!

Die nachfolgenden Informationsquellen und Hinweise können Sie in Ihre Überlegungen einbeziehen:

  • Zum Beispiel schildert Renate Greinert in ihrem Buch "Unversehrt sterben!: Konfliktfall Organspende – Der Kampf einer Mutter" ihre Erfahrungen als Angehörige, als sie Ihren verunglückten Sohn zur Organentnahme freigegeben hat.
  • Im Buch "Dein Tod, mein Leben: Warum wir Organspenden richtig finden und trotzdem davor zurückschrecken (suhrkamp taschenbuch)" geht es ebenfalls um die Betroffenen und Angehörigen mit ihren Gefühlen und Sichtweisen im moralschen Druck.
  • Interview mit Alexandra Manzei. Sie hat früher in der Unfallklinik Frankfurt am Main "hirntote" Patienten für die Organentnahme vorbereitet. Heute ist sie Die Soziologin und hat sich wissenschaftlich mit dem Thema Hirntot auseinandergesetzt. Im Interview erhalten Sie einen Eindruck der vielfältigen Aspekte zu diesem Thema.
  • Definition "Hirntod"
    Der körperliche Tod ist nicht der "Hirntod" (!). Der Tod tritt ein nach Beendigung der künstlich unterstützten Beatmung bzw. mit dem letzten natürlichen Atemzug.
    Informieren Sie sich und machen Sie sich klar, was die Definition bzw. Diagnose "Hirntod" tatsächlich genau bedeutet, um eine klare Entscheidung für sich treffen zu können.
    Folgende Fragen und Widersprüche können dabei hilfreich sein, die Begriffe "Tod" und "Hirntod" zu unterscheiden:
    • Warum wird ein "Hirntoter" weiterbehandelt, wogegen ein tatsächlich Toter in die Leichenhalle kommt und nicht zur Organentnahme zugelassen ist (z.B. wegen der Leichengifte)?
    • Warum können beim "Hirntoten" Reflexe und Schmerzreaktionen beobachtet werden?
    • Ein "Hirntoter" fühlt sich nicht an und sieht nicht aus wie eine Leiche. Warum ist das so?
    • Achtung:
      Mit der Diagnose "Hirntod" erfolgt bereits eine amtliche Todesfeststellung und Ausstellung der Sterbeurkunde – obwohl eine Leiche nicht zur Organspende zugelassen ist. Ein Hirntoter ist ein Sterbender, keine Leiche!
    • Achtung:
      Nach der Diagnose "Hirntod" werden u.U. die Behandlungskosten des "Hirntoten" nicht mehr übernommen.
  • Energetisch betrachtet, ist sowohl die Organspende als auch das Empfangen eines Organs einschränkend – also für beide Seiten! Darüber sollte man sich klar werden, egal wie man sich entscheidet:
    • Der Spender kann nicht in Ruhe, unversehrt und ungestört sterben, solange die Vorbereitung zur Organentnahme oder diese selbst andauert bzw. er mit der Diagnose "Hirntod" an Apparaten angeschlossen ist.
    • Der auf den Tod eines passenden Spenders wartende Empfänger entwickelt oft Schuldgefühle ... wartet und hofft ... wartet und hofft ... Und wenn sich kein Spender findet? Der eigene Sterbeprozess wird u.U. verdrängt und die Chancen verpasst, sich auf den Tod vorzubereiten, sich von seinen Angehörigen zu verabschieden.
    • Und im Transplantations-Fall erhält der Empfänger ein fremdes Organ, was nicht nur physisch bzw. immunologisch lebenslang vor Abstoßung geschützt werden muss (mittels starker Medikamente mit Nebenwirkungen),
    • sondern auch noch Energie des verstorbenen Spenders enthält. Dadurch kann es nach der Transplantation zu merkwürdigen Phänomen kommen, die verwirrend, beängstigend und einschränkend sein können. Der Umgang mit solchen Phänomen und deren Loslösung ist Ärzten / Medizinern i.d.R. nicht bekannt.
  • Das Angebot transplantation-information.de enthält eine Zusammenstellung von gesetzlichen Grundlagen, Urteile, Erfahrungsberichten, Informationen zu "Hirntod" u.v.m.

Informieren Sie sich weiter über Transplantationsgesetz bwz. -medizin (Organe und Gewebe), Transfusionsgesetz bwz. -medizin (Blut) und Pharmakonzerne.

Organspendeausweis

Es ist weitgehend unbekannt, dass diese Erklärung zur Organspende mehrere Möglichkeiten bereithält, seinen Willen kundzutun.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hält nicht nur Informationen zur Organ-, Gewebespende und zum Organspendeausweis bereit. Sie stellt auch einen offiziellen Organspendeausweis zum Download, Bestellen und in verschiedenen Sprachen zur Verfügung.

Anmerkungen:

  • Der Vermerk "nach meinem Tod" ist irreführend und müsste ergänzt werden mit "auch bei Diagnose Hirntod".
  • Falls Sie NEIN ankreuzen und einer Entnahme von Organen und Geweben widersprechen wollen, überlegen Sie auch, ob Sie mit einem zusätzlichen Hinweis sogar zur Organentnahme vorbereitende Maßnahmen ausschließen wollen. (Vorbereitende Maßnahmen wäre z.B. das Einsetzen von entsprechenden Chemikalien im Blutkreislauf.)
  • Achten Sie bei Auslandsaufenthalten auf die dortige Regelung zur Organspende bzw. -entnahme. Zum Beispiel gilt in Österreich die Widerspruchslösung: Das Fehlen einer ausdrücklichen Ablehnung wird grundsätzlich als Zustimmung zur Organspende gewertet.

Patientenverfügung

In der Patientenverfügung bestimmen Sie, was bei Entscheidungsunfähigkeit und / oder Unfähigkeit, seinen Willen zu äußern, medizinisch unternommen bzw. genauer gesagt: nicht unternommen werden soll. Sie kann jederzeit wieder geändert werden.

Auch die Erstellung einer Patientenverfügung erfordert eine intensive Beschäftigung mit dem eigenen Sterben und dem Tod.

Die Entscheidung bezüglich Organspende auch in einer Patientenverfügung zu erklären, ist nicht üblich, sollte aber der Vollständigkeit halber berücksichtigt werden, um Missverständnisse zu vermeiden. Denn es widerspricht sich z.B., der Organspende zuzustimmen, während in der Patientenverfügung der Wille zum Abstellen lebenserhaltender Maßnahmen formuliert ist.

Download Patientenverfügung beim Bundesministerium der Justiz (BMJ)

Nutzen Sie das Zentrale Vorsorgeregister (ZVR) bei der Bundesnotarkammer. Es ist die Registrierungsstelle für private sowie notarielle Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen. Hierüber kann gerichtlich schnell geklärt werden, ob und wo eine entsprechende Vollmacht / Verfügung existiert.

Hinweis zu diesem Themenkomplex

Der Inhalt dieser Seite stellt keine rechtliche Beratung dar und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll anregen, sich seine eigenen Gedanken über diesen Themenkomplex zu machen sowie zu eigener Recherche und Klärung der persönlichen Einstellung und Wertevorstellung.

Klärung von Phänomenen nach Organempfang

Falls Sie OrganempfängerIn sind und seitdem merkwürdige Phänomene (z.B. andere Vorlieben, Denk- oder Verhaltensweisen, Wesensänderung, Fremdsprachen) bei sich wahrnehmen sollten, kann eine Klärung der energetischen Hintergründe entlastend sein.